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Gehirnchirurgie

Gut- und bösartige Hirntumoren, Hydrozephalus und fortgeschrittene neurochirurgische Eingriffe — beurteilt und behandelt mit einem gewebeschonenden Ansatz unter Einsatz moderner mikrochirurgischer Techniken und Neuronavigation.

Gehirnchirurgie

Die Philosophie der modernen Gehirnchirurgie

Die moderne Gehirnchirurgie zielt nicht nur darauf ab, die Erkrankung zu behandeln, sondern auch gesundes Hirngewebe und die Lebensqualität der Patientin oder des Patienten zu bewahren. Jeder Mensch hat eine individuelle Anatomie und Vorgeschichte; deshalb wird jeder Behandlungsplan durch sorgfältige Bildgebung und umfassende, interdisziplinäre Beurteilung persönlich abgestimmt.

Auf mehr als 25 Jahren Erfahrung und über 200 wissenschaftlichen Publikationen aufbauend, verbindet dieser Ansatz evidenzbasierte chirurgische Prinzipien mit fortschrittlicher Technologie. Ziel ist es, mit dem kleinsten und sichersten Eingriff das wirksamste Ergebnis zu erreichen und die neurologische Funktion zu schützen.

Gewebeschonende mikrochirurgische Techniken, präzise Planung und eine realistische Risikoabwägung stehen im Zentrum dieser Philosophie. Patientinnen und Patienten werden aktiv in die Entscheidungsfindung einbezogen; Nutzen und mögliche Risiken jeder Option werden offen besprochen. Das Einholen einer Zweitmeinung wird stets unterstützt.

Hirntumoren: gutartig und bösartig

Hirntumoren umfassen ein breites Spektrum von gutartigen bis bösartigen Formen. Bei langsam wachsenden gutartigen Tumoren wie Meningeomen ist das Ziel eine sichere und, wenn möglich, vollständige Entfernung unter sorgfältiger Schonung der umliegenden kritischen Strukturen.

Bei Tumoren, die aus dem Hirngewebe selbst hervorgehen, etwa Gliomen, wird die Behandlung nach Tumorart und -grad geplant. Die operative Entfernung wird gegen den Erhalt gesunder Funktionen abgewogen; bei Bedarf werden Strahlentherapie und onkologische Behandlungen im interdisziplinären Team eingebunden.

Bildgebung und Neuronavigation helfen, die Tumorgrenzen zu bestimmen und funktionell wichtige Regionen zu schützen. In jedem Fall werden der erwartete Nutzen, mögliche Risiken und alternative Verfahren ausführlich mit der Patientin oder dem Patienten besprochen. Es wird ein realistischer Weg aufgezeigt, ohne ein Erfolgsversprechen zu geben.

Hydrozephalus und Shunt-Chirurgie

Ein Hydrozephalus entsteht, wenn sich Hirnwasser (Liquor) im Schädel ansammelt, weil seine Zirkulation oder Resorption gestört ist. Er kann Kopfschmerzen, Gleichgewichtsstörungen sowie Veränderungen von Sehvermögen und Bewusstsein verursachen; eine frühzeitige Diagnose ist wichtig, um bleibende Schäden zu vermeiden.

Das grundlegende Ziel der Behandlung besteht darin, das angesammelte Liquor sicher in einen geeigneten Körperbereich abzuleiten. Verfahren wie ventrikuloperitoneale Shunt-Systeme oder, in geeigneten Fällen, die endoskopische Drittventrikulostomie werden nach Anatomie und Diagnose ausgewählt.

Eine regelmäßige Nachsorge nach dem Eingriff ist entscheidend, um die Shunt-Funktion und den neurologischen Zustand zu überwachen. Patientinnen, Patienten und Angehörige werden ausführlich über mögliche Symptome und Warnzeichen aufgeklärt, damit Probleme rechtzeitig behandelt werden können.

Schädelbasis und fortgeschrittene Eingriffe

Die Schädelbasischirurgie ist ein anspruchsvolles Fachgebiet, das den Zugang zu den tiefsten und empfindlichsten Regionen des Gehirns erfordert, umgeben von kritischen Gefäßen und Nerven. Tumoren und Läsionen in diesem Bereich sind fordernde Eingriffe, die sorgfältige Planung und Erfahrung verlangen.

Der moderne Ansatz zielt darauf ab, die Läsion über gewebeschonende Korridore zu erreichen und gesunde Strukturen so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Mikrochirurgische Techniken und, wo sinnvoll, endoskopische Verfahren ermöglichen ein sichereres Arbeiten in engen und tiefen Räumen.

Jeder Schädelbasisfall wird individuell im Licht der Bildgebungsbefunde und des Allgemeinzustands beurteilt. Bei Bedarf erfolgt die Zusammenarbeit mit Fachrichtungen wie HNO und Onkologie; Entscheidungen werden interdisziplinär und unter Abwägung von Nutzen und Risiko getroffen.

Technologie: Mikrochirurgie und Neuronavigation

Das Operationsmikroskop bietet der Operateurin oder dem Operateur hohe Vergrößerung und Ausleuchtung, sodass millimeterkleine Strukturen klar unterschieden werden können. Dies hilft, die Grenze zwischen Tumor und gesundem Gewebe sicherer zu bestimmen und kritische Gefäße und Nerven zu schützen.

Die Neuronavigation wandelt präoperative MRT- und CT-Bilder in eine dreidimensionale Karte um und erlaubt es, die eigene Position in Echtzeit zu verfolgen. Diese Technologie unterstützt das Erreichen des Ziels auf dem geeignetsten und schonendsten Weg.

In den Händen einer erfahrenen Operateurin oder eines erfahrenen Operateurs sind diese Technologien Werkzeuge, die Genauigkeit und Sicherheit des Eingriffs erhöhen; sie ersetzen das ärztliche Urteil nicht, sondern stärken es. Das Ziel sind präzisere Ergebnisse durch kleinere Eingriffe bei bestmöglichem Erhalt der neurologischen Funktion.

Diagnose, Entscheidungsfindung und Genesung

Eine gute Behandlung beginnt mit einer präzisen Diagnose. Jeder Fall wird ganzheitlich durch eine ausführliche neurologische Untersuchung, Bildgebung wie MRT und CT sowie bei Bedarf weiterführende Tests beurteilt. Eine Operation wird nur empfohlen, wenn der erwartete Nutzen die möglichen Risiken deutlich überwiegt.

Operative und nicht-operative Optionen werden jeder Patientin und jedem Patienten klar erläutert, und Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. In manchen Situationen können eine abwartende Beobachtung und regelmäßige Kontrollen der geeignetste Weg sein. Transparente Aufklärung und eine Zweitmeinung sind fester Bestandteil dieses Prozesses.

Die Genesung nach einer Operation hängt von der individuellen Situation, der Art des Eingriffs und dem allgemeinen Gesundheitszustand ab. Regelmäßige Kontrollen, bei Bedarf eine Rehabilitation und eine engmaschige Nachsorge sind für eine sichere Genesung wichtig. Patientinnen und Patienten werden in jeder Phase begleitet und fortlaufend informiert.

Sie können einen Termin für eine Beurteilung oder Zweitmeinung zu diesem Thema anfragen.

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